Dienstag, 1. Dezember 2009

"Wie es euch gefällt" - frei nach Schüttelbier





„Das ist mal eine Kunstausstellung, an der man aktiv mitwirken kann“, erklären die Besucher während der Jahresausstellung „Wie es euch gefällt“ der Neheimer Werkstattgalerie „Der Bogen“. Als die rund 120 Besucher den Ausstellungsraum betraten, wunderten sie sich, warum keine Bilder die weißen Wände füllten. Aufklärung gab es vom Bogenkünstler Pit Schrage: „Betrachten sie die leeren Wände und kreieren sie ihre eigene Ausstellung. Werden sie zum Mittäter, frei nach Beuys, zum Mitkünstler und lassen sie uns gemeinsam das verzapfen, was und jedes Jahr in heftige, strittige und lustige Diskussion wirft.“ Nach der Aufforderung „Hängen sie uns auf, die Nägel sind geschlagen“ machten sich die „Kuratoren auf Zeit“ mit weißen Handschuhen frisch ans Werk. Rund 50 Bilder der Bogenkünstler warteten in Regalen, um sich in der interaktiven Ausstellung zu präsentieren. „Leere Wände sind für einen Künstler immer eine Herausforderung. Diese haben wir in unseren Besuchern geweckt. Dass sie so schnell mitmachen hätte ich nie gedacht“, meint Kirsten Minkel. Mit Spaß und Freude gingen die sogenannten Mitkünstler an die Gestaltung der Wände. Da wurde auch mal wieder ein Bild abgehangen und tauchte an anderer Stelle auf oder verschwand gänzlich im Regal. Der Ausstellungsraum wurde zur Bühne mit einer noch nie dagewesenen Inszenierung. „Wir wollen uns damit für die Unterstützung im bemerkenswerten Bogenjahr beim Publikum bedanken“, so der Bogen-Vorsitzende Karl-Heinz Hosse. Für Anja Cronenberg (Müschede) und Margarete Greitemann (Neheim) ist die interaktive Ausstellung was ganz neues. „Sonst sind die Ausstellungen immer so steif, diese ist einfach locker, dazu noch die flotte Musik, da kommt man so richtig in Stimmung und wird förmlich zum Mitmachen angesteckt.“ Musikalisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung von der „Bubble-Jazz-Band“. Bis zum 22. Dezember ist die Ausstellung geöffnet. Bei den Besuchen kann man immer noch Bilder umhängen oder andere Kunstobjekte aufhängen. „Es soll sich ein ständiger Wandel vollziehen, wie es dem Mitwirkenden gefällt“, so Schrage. Öffnungszeiten: Donnerstag 17 bis 20 Uhr; Samstag 14 bis 18 Uhr

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