Dienstag, 6. Oktober 2009

Westfalen Winds in Arnsberg-Hüsten











Zum 2. Mal gab das sinfonische Blasorchester „Westfalen Winds“ ihr Familienkonzert „Klangkaffe“ im Kulturzentrum Hüsten am Berliner Platz. „Wir wollen in Arnsberg langfristig einen Standort haben“, erklärt Pressesprecher Julian Aubke. Leider kamen nur knapp über 100 Zuhörer zur Veranstaltung. „Wir sind ein überregionales Ensemble und haben uns im Raum Arnsberg noch nicht so etabliert“, begründet Aubke die geringe Zuhörerschaft. Im nächsten Jahr sieht es sicherlich besser aus, da gerade die Kulturszene eine gewisse Anlaufzeit benötigt. Die Zuschauer, die den Weg ins Kulturzentrum gefunden haben, erlebten ein wahrhaft sinfonisches Konzert auf hohem Niveau. Auf der musikalischen Reise begegneten den Zuhörern ein Kampf zwischen Gut und Böse, dem Streben nach Perfektion aber auch ganz normale Alltags- und bekannte Leinwandhelden. 65 Musiker unter Leitung vom Dirigenten Uli Schmidt setzten es mit ihren Instrumenten in Szene. Schon das Eröffnungsstück „The Undanced Ballet“ von Frigyes Hidas beschreibt den Gut und Böse-Konflikt. Es ist das Wahlstück, was die „Westfalen Winds“ beim 12. Internationalen Blasorchesterwettbewerb in Italien spielen werden. Dazu kommt das Pflichtstück „Armageddon“ mit sieben Sätzen von Hardy Mertens. In eindrucksvoller Weise wurde das „jüngste Gericht“ in einem sinfonischen Feuerwerk vorgetragen. Sauerlandpremiere hatte die „Traummaschine“ vom Arnsberger Thiemo Kraas. Ein Wechselspiel aus Erzählung und Musik. Die Schauspielerin Anna-Maria Wasserberg war die Erzählerin. Zur Geschichte: der erfolglose Professor Träumli und sein Assistent Tolpi erfinden endlich die Traummaschine. Sie versetzt die beiden Tüftler ins Mittelalter. Die Zuhören gingen durch die ausdruckstarke Erzählung von Wasserberg und der musikalischen Begleitung mit auf die Reise. Dort machen sie Bekanntschaft mit Rittern, Hexen, Geistern, einer Prinzessin und erlebten das bunte Treiben auf einem Marktplatz. Für Träumli wiederholte sich sein letzter Traum. Als er mit Mühe und Not einem Gespenst entkam, musste er feststellen, dass er auf einem Stuhl in seinem Labor saß. Die Frage: Doch nur ein Traum? Die Filmmusik von Hero „Supermann“ und „Batmann“ schlossen den musikalischen Reigen zwischen Gut und Böse sowie das Streben nach Perfektion oder das Ringen um Ideale. Mit viel Applaus bedankten sich die Zuhörer dafür, dass sie einen idealen Nachmittag mit ihrer Familie erleben durften.

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