


„Miramar“ bedeutet „Ein Fenster zum Meer“ und ist sein 15 Jahren ein Sozialprojekt am St.-Ursula-Gynasium (SUG). Das kleine Jubiläum feierte die SUG-Schüler-Gemeinschaft mit ihren Eltern und Lehrern in der Hüstener Schützenhalle. Gegründet wurde der Arbeitskreis „Unsere Welt“ 1994 von 13 Schülern und zwei Lehrern des SUG. „Der Arbeitskreis begann damals in der Klasse 10“, erinnern sich die Initiatoren Jürgen Schmitz und Harald Prattki. Rund 118 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 13 beteiligten sich in der Zeit an gemeinsamen Aktionen für „Miramar“. Das Motto der Schulgala: „Wir feiern – eine Chance für Pedro und Estefani“. Hierbei handelt es sich um zwei Kinder aus dem Stadtviertel San Miguel in Lima/Peru. Sie blicken nicht aus einem Fenster aufs Meer, sondern auf eine Müllhalde. Estefani, Schülerin der 4. Klasse, möchte gerne auf eine weiterführende Schule gehen. Sie schreibt: „In der Schule habe ich was zu Essen und es ist sauber. Meine Eltern haben aber kein Geld für eine gute Schulbildung.“ Pedro will in die Schule gehen, aber um in Lima überleben zu können, muss er Süßigkeiten verkaufen. Seine Brüder sind Schuhputzer und die Eltern kommen erst am späten Abend von der Arbeit nach Hause. „Wir feiern heute, damit die beiden Kinder eine Chance haben. Der Erlös der Gala geht zu 100 Prozent ins Projekt“, erklärt Moderatorin Michaela Padberg. In den 15 Jahren wurden 123 000 Euro gesammelt und somit rund 200 Kindern ermöglicht die Schule zu besuchen. „Weiterhin konnten wir ein zweigeschossiges Haus mit vier Wohneinheiten bauen, in dem allein erziehende Mütter wohnen“, berichtet Prattki. Geleitet wird „Mirama“ von Schwestern des Ursulinenordens. Dort gibt es einen Kindergarten, Grundschule, Volksküche, medizinische und Sozialstation mit Ergotherapie und Kinderarzt. „Eine Oase in der Wüste für rund 200 Kindergarten- und 650 Grundschulkinder“, so Schmitz. Er wagte ein Blick in die Zukunft: „Wir wollen das Projekt „Secundaria“ (Deutsch: Realschule) weiter ausbauen, damit die Kinder eine weiterführese Schule besuchen können. Dabei dürfen wir unser Patenschaftsprojekt nicht vergessen. Man kann für monatlich 25 Euro eine Patenschaft übernehmen. Bisher haben wir 29 vermitteln können. Als Solidaritätszeichen trugen die rund 250 Gala-Gäste eine Anstecknadel. „Echte Handarbeit aus Peru. Das Pärchen ist aus Draht und Wolle gefertigt worden“, erklärt eine Schülerin. Einen Eindruck über das Leben im Armenviertel gab der Reisebericht einiger Schüler. Sie waren 2008 in San Miguel, um sich einen Einblick vor Ort zu verschaffen. „Nur wer das mal gesehen hat, weiß wie gut wir es haben“, bestätigt Prattki. Die SUG-Big-Band und „Next Generation“ sorgten für den musikalischen und die „Juggling Penguins“ übernahmen den Aktionsteil.
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